Homosexualität

bfv-Ansprechpartner für Homosexualität

Sven Wolf
Sven Wolf

Der Fußball in Baden, der bfv und seine Vereine stehen jedem offen, der Fußball aktiv betreiben oder diesen in anderer Form unterstützen will. Dieses unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe und/oder sexueller Orientierung des oder der Einzelnen. Jedwede Form von Diskriminierung, Rassismus, Ausgrenzung und insbesondere auch Homophobie haben im Fußball keinen Platz. Dies wird im Badischen Fußballverband aktiv gelebt. Der bfv wird daher allen Bestrebungen entschieden entgegen treten, durch die Menschen aufgrund Ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert, ausgegrenzt oder in anderer Weise beeinträchtigt werden bzw. werden sollen.

Mit Sandra Ott und Sven Wolf verfügt der Badische Fußballverband über zwei Ansprechpartner für Homosexualität. Sie stehen für jegliche Anliegen im Zusammenhang mit Homosexualität im Fußball zur Verfügung und engagiert sich für Sensibilisierung und Akzeptanz. Alle, die Fragen haben oder einen Rat brauchen, können sich jederzeit vertrauensvoll an die beiden wenden. Seien es homosexuelle Fußballerinnen und Fußballer, Spielerinnen und Spieler mit homosexuellen Mannschaftskameraden, Eltern, Trainer oder Funktionäre. 

„Ich wünsche mir, dass das Wort "Outing" im Bezug auf Homosexualität irgendwann verschwindet! Es soll nicht "normal" sein, als Frau einen Mann zu lieben oder umgekehrt, sondern es soll "normal" sein, einen anderen Menschen zu lieben“, erklärt Sandra Ott ihre Motivation. Sie lebt seit einigen Jahren mit ihrer Partnerin zusammen und geht offen damit um. „Durch meine Offenheit wurde ich von meinem Umfeld immer positiv unterstützt“, sagt sie selbst. Die 28-jährige Karlsruherin spielt seit ihrem 17. Lebensjahr Fußball, kickte schon für den Karlsruher SC und den KIT SC, aktuell wieder beim FV Ettlingenweier und genießt „die verschiedensten Momente – Höhen und Tiefen – im Team.“ Auch in ihrem Job als Grund- und Hauptschullehrerin hat sie jeden Tag Kontakt mit vielerlei Menschen und geht sehr offen mit der Vielfalt der heutigen Gesellschaft um, die sich auch in der Schule widerspiegelt. „Ich freue mich von nun an im Team beim bfv zu sein und bin sehr gespannt, was auf mich zukommt.“

Sven Wolf outete sich mit 19 und "hatte damit nie Probleme", wie er selbst sagt. Er möchte zukünftig beim bfv als Ansprechpartner für Homosexualität "den Dialog mit allen Beteiligten suchen sowie zu einem offenen und vertrauensvollen Umgang miteinander aufrufen". Ihn benannte der bfv als Ansprechpartner für Homosexualität, noch bevor das Thema durch das Outing des ehemaligen Nationalspielers Thomas Hitzlsperger durch alle Medien ging.  „In meiner Funktion als Ansprechpartner für Homosexualität wünsche ich mir den offenen, respektvollen und wenn nötig vertraulichen Austausch und Umgang mit Betroffenen. Auch für Menschen, die beim Thema Homosexualität unsicher sind, bin ich gerne da, um Vorurteile abzubauen. Denn jeder Mensch sollte unabhängig von seiner oder ihrer sexuellen Orientierung akzeptiert und respektiert werden.“

"Der Fußball mit seinen Verbänden und Vereinen lebt von der Vielfalt und bringt Menschen mit derselben Leidenschaft zusammen", sagt bfv-Präsident Ronny Zimmermann. "Unser Sport steht für Fairness und Gleichberechtigung. Jeder ist willkommen. Der bfv möchte die Selbstverständlichkeit, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, verdeutlichen. Wir gehen damit gegen Diskriminierung von Menschen und Bevölkerungsgruppen vor.

Berliner Erklärung

Ronny Zimmermann bei der Unterschrift
Ronny Zimmermann bei der Unterschrift

Bereits am 17. Juli 2013 setzten Spitzenfunktionäre des Sports und mehrere Bundesminister ein deutliches Zeichen: Gemeinsamen unterzeichneten sie die "Berliner Erklärung" gegen Homophobie und für die Vielfalt, den Respekt und die Akzeptanz im Sport. Der VfR Mannheim gehörte neben sechs Proficlubs als einziger Amateurverein zu den Erstunterzeichnern dieser Erklärung. Mit der 26-seitigen Broschüre "Fußball und Homosexualität" gibt der DFB zudem seit Juli jedem praxisorientierte Informationen an die Hand. Auch der Badische Fußballverband hat die Berliner Erklärung unterzeichnet.

Die Erstunterzeichner der Erklärung