Integration

Seit 2007 schreiben der DFB und Mercedes-Benz gemeinsam einen hochdotierten Integrationspreis aus. Der Preis steht unter dem Motto „Fußball: Viele Kulturen - eine Leidenschaft“. Vereine, Schulen und andere Institutionen sind aufgerufen, sich im Bereich ‚Integration durch Fußball‘ zu bewerben.

Die Ausschreibung des Integrationspreises erfolgt in den drei Kategorien Verein, Schule sowie freie und kommunale Träger. Inhaltliche Beispiele sind die Förderung von sozialer und interkultureller Kompetenz durch Fußball, die aktive Gewinnung von Ehrenamtlichen verschiedener Herkunft, die Durchführung von Fußballturnieren und/oder interreligiösen/interkulturellen Veranstaltungen oder die Integration von Asylbewerbern.Die Sieger jeder Kategorie erhalten je einen Mercedes-Benz Vito. Der Integrationspreis ist einer der höchstdotierten Sozialpreise in Deutschland, mit Sach- und Geldpreisen im Wert von 150.000 Euro jährlich.

Im Jahr 2014 wurde aus dem Verbandsgebiet des Badischen Fußballverbandes der FSV Dornberg (Fußballkreis Buchen) für seine vorbildliche Integrationsarbeit von Asylbewerbern in den Verein mit dem 2. Platz beim DFB-Integrationspreis ausgezeichnet. „Die Teilnahme am DFB-Integrationspreis war für uns etwas ganz Besonderes“, sagt der 1. Vorsitzende Frederik Böna rückblickend. Neben dem Preisgeld von 10.000 Euro waren es vor allem die vielen Gespräche, die er und seine Mitstreiter vor und nach der Preisverleihung führten. Ein Teil des Preisgeldes nutzte der Verein für Mannschaftsausflüge und neue Fußballausrüstung, wie Fußballschuhe und Trainingsshirts.

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Im Jahr 2015 erreichte der FSV Dornberg aus dem Fußballkreis Buchen in der Kategorie „Verein“ den zweiten Platz, der mit einem Scheck in Höhe von 10.000 Euro verbunden war. Der FSV Dornberg integriert seit vielen Jahren vorbildlich Flüchtlinge und Asylbewerber in den Verein und kümmert sich auch abseits des Fußballplatzes intensiv um die Anliegen dieser Vereinskameraden.

Dem Engagement für Menschen mit Fluchterfahrung kommt in den Fußballvereinen und Ihren Fußballverbänden eine große Bedeutung zu. Seit 2015 stellen die DFB-Stiftung Egidius Braun, die Bundesregierung und die deutsche Fußball-Nationalmannschaft mit „1:0/2:0 für ein Willkommen“ finanzielle Mittel für Vereine und Landesverbände zur Verfügung, um Maßnahmen und Projekte an der Basis zu fördern und damit zu stärken.

Beim Badischen Fußballverband erhielten im Zeitraum 2015–2018 130 Vereine eine Anerkennungsprämie von jeweils 500 Euro überreicht. Sie dienten als Soforthilfe, um beispielsweise Fahrten zum Training, Mitgliedsbeiträge und Trainingsausstattung für Geflüchtete zu finanzieren. Bundesweit wurden 3.461 Anträge bewilligt. 128 Fußballvereine und -verbände wurden mit einer individuellen Fördersumme für weitergehende gesellschaftliche Integrationsansätze gefördert.

2019

Auch 2019 stellen die DFB-Stiftung Egidius Braun, die Bundesregierung und deutsche Fußball-Nationalmannschaft Mittel zur Verfügung. Diese können von Fußballvereinen, den DFB-Regional- und Landesverbänden und den Landesverbands-Untergliederungen (Bezirke, Kreise, Schiedsrichter-Vereinigungen etc.) beantragt werden.

Vor dem Hintergrund, dass die Nachfrage nach der pauschalen Anerkennungsprämie in Höhe von 500 Euro im Vergleich zu den Vorjahren im Jahr 2018 deutlich zurückgegangen ist, wird dieser Pauschbetrag ab sofort nicht mehr zur Verfügung gestellt. Die bisher pauschal abgegoltenen Kostenarten (Textilien, Fahrtkosten, Mitgliedsbeiträge) bleiben in individueller Höhe beantragbar.

Weitere Informationen zur Bezuschussung

DFB-Flüchtlingsinitiative: bfv übergibt hundertsten Scheck

Der SV Edelweiss Neidenstein ist der 100. Verein im Badischen Fußballverband, der sich an der DFB-Flüchtlingsinitiative „1:0 für ein Willkommen“ beteiligt.  Für das Engagement für Flüchtlinge erhielt der B-Ligist aus dem Fußballkreis Sinsheim gestern von bfv-Vizepräsident Helmut Sickmüller und dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden Andreas Ernst eine 500 Euro-Anerkennungsprämie.

Der SV Edelweiss Neidenstein, mit seinem Vorsitzenden Armin Marx, hat erste Kontakte zu Flüchtlingen über das vereinseigene Fußballfreizeitturnier aufgebaut. Aus der naheliegenden Flüchtlingsunterkunft spielten zwei Mannschaften mit Flüchtlingen aus Afrika beim Turnier mit. „Berufsbedingt komme ich immer wieder in Flüchtlingseinrichtungen und im Speziellen auch in die Gemeinschaftsunterkunft Sinsheim“, sagt Armin Marx. „Dort sah ich immer wieder viele der jungen Männer auf dem Hof unter einfachen Bedingungen Fußball spielen.“

In der Bevölkerung, bei den anderen Mannschaften und im Verein hinterließ die Teilnahme der Mannschaften am Freizeitturnier einen bleibenden Eindruck. Dadurch entstanden viele Kontakte und bis zu 15 Flüchtlinge spielen seither im Trainings- und Spielbetrieb im Verein mit. „Der SV Edelweiss Neidenstein ist eines der vielen gelungenen Beispiele in unserem Verbandsgebiet, wie sich ein Verein für Flüchtlinge engagiert und sie in den Trainings- und Spielbetrieb integriert“, sagte Helmut Sickmüller. Der Bürgermeister der Gemeinde Neidenstein, Frank Gobernatz dankte den Verantwortlichen des Vereins ebenfalls vor Ort und übergab eine Spende.

Seit dem 19. März 2015 schütteten die DFB-Stiftung Egidius Braun, die Bundesregierung und die deutsche Fußball-Nationalmannschaft insgesamt 50.000 Euro „Starthilfe“ für die DFB-Flüchtlingsinitiative in Baden aus. Bundesweit wurden bereits über 2.000 Vereine bei ihrer Flüchtlingsarbeit unterstützt. 

 

 

 

bfv-Kommission Integration

Mit der Gründung der Kommission „Integration“ verleiht der Badische Fußballverband dem Thema „Integration“ deutlich mehr Gewicht und setzt sein gesellschaftliches Engagement weiter fort. Die erste Zusammenkunft der Kommission fand unter dem Vorsitz von bfv-Vizepräsident Helmut Sickmüller in der Sportschule Schöneck statt.

„Der Sport und insbesondere auch der Fußball bietet ideale Voraussetzungen, gesellschaftliche Integrationsprozesse anzustoßen und umzusetzen“, sagte bfv-Präsident Ronny Zimmermann in seinen Begrüßungsworten. „Wir werden mit der Kommission Prozesse entwickeln, die unseren Sport aber auch unsere Gesellschaft voranbringen.“

Neben einem ersten persönlichen Kennenlernen und Austausch stand die Vorstellung der DFB- und bfv-Maßnahmen zum Thema „Integration“ auf dem Programm. Dabei wurde deutlich, welche wichtige Integrationsarbeit die Fußballverbände und -vereine leisten. Ziel der Kommission ist es nun, weitere Prozesse und Projekte beim bfv anzustoßen und fachmännisch zu begleiten.

Mitglieder der Kommission
Helmut Sickmüller (Kommissionsvorsitzender)
Claus Enkler (ehem. Ministerium für Integration Baden-Württemberg)
Meri Uhlig (Integrationsbeauftragte und Leiterin des Büros für Integration der Stadt Karlsruhe)
Lisa Dreßler (Physiotherapeutin der bfv-Auswahlmannschaften)
Frederik Böna (Vorsitzender FSV Dornberg)
Sedat Kinik (Kreisjugendleiter Pforzheim)
Arthur Mounchili Njoya (bfv-Schiedsrichter)
Stefan Moritz (bfv-Hauptamt)
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