Coronavirus

Übersicht Corona-Lage im bfv Stand 17.06.2021

Fragen und Antworten*

aktuelle Verordnungen

Stufenplan BW ab 07.06.2021

Die Landesregierung Baden-Württemberg hat eine neue Fassung der CoronaVO beschlossen, die zum 07.06.2021 in Kraft getreten ist. Kultus- und Sozialministerium haben außerdem am 06.06.2021 eine neue CoronaVO Sport notverkündet. 

Diese Verordnungen legen die Regeln für die Ausübung von Trainings- und Spielbetrieb im Amateurfußball fest.

Grundlegend ist der „Stufenplan“ nach §21 CoronaVO:

 

  • Bei einer Inzidenz von über 100 greift die Bundesnotbremse. Für unter 14-Jährige ist ein kontaktloses Training in Gruppen mit bis zu fünf Personen erlaubt. Während für die Spieler:innen hier keine Testpflicht besteht, müssen Trainer:innen einen negativen Test vorweisen. Für alle Personen ab dem 14. Geburtstag sind die Sportstätten geschlossen.
  • Öffnungsstufe 1 (7-Tage-Inzidenz liegt 5 Werktage in Folge unter 100): Das Fußballtraining ist in Gruppen mit bis zu 20 Personen plus Trainer:innen erlaubt. Alle Personen unterliegen der Testpflicht. Spiele sind mit bis zu 20 Sportlern und 100 Zuschauer:innen im Freien erlaubt.
  • Öffnungsstufe 2 (14 Tage nach Öffnungsschritt 1 weist die 7-Tage-Inzidenz eine sinkende Tendenz auf): Die Gruppengröße erweitert sich auf eine Person pro 20m²; weiterhin besteht Testpflicht für alle Personen; Spiele sind ohne Teilnehmerbegrenzung und mit bis zu 250 Zuschauer:innen im Freien möglich.
  • Öffnungsstufe 3 (7-Tage-Inzidenz liegt 5 Tage in Folge unter 50 oder weist 14 Tage nach Öffnungsschritt 2 eine sinkende Tendenz auf): Die Gruppengröße erweitert sich auf eine Person pro 10m². Die maximal zulässige Zuschauerzahl im Freien erhöht sich auf 500 Personen.
  • Inzidenz unter 35 (7-Tage-Inzidenz liegt 5 Tage in Folge unter 35; unabhängig von den Öffnungsschritten): Die Testpflicht entfällt im Freien; die maximal zulässige Zuschauerzahl im Freien erhöht sich auf 750 Personen. Kabinennutzung weiterhin mit Testpflicht.
  • Organisierter Vereinssport darf auch außerhalb von Sportanlagen und Sportstätten im Freien mit Gruppen von bis zu 20 Personen stattfinden. So dürfen etwa Vereinsmannschaften beispielsweise im Wald joggen.


Wichtig: 

Es gilt jeweils die Inzidenz/Öffnungsstufe der Spielstätte. In allen Fällen sind zwingend die jeweiligen Regelungen der lokalen Behörden (Landkreise, Kommunen) zu beachten, diese können von den o.g. Vorgaben abweichen.

 

Trainings- und Spielbetrieb | Hygienekonzept

 

Nach dem Stufenplan ist der Trainings- und Spielbetrieb wieder erlaubt. Umfang und Voraussetzungen richten sich nach dem jeweiligen Öffnungsschritt (s.o.).

Behördliche Verordnungen sind immer vorrangig zu betrachten. An sie muss sich der Sport und damit jeder Verein streng halten. Unter Beachtung der lokalen Gegebenheiten und Strukturen gilt es für Vereine, individuelle Lösungen zu finden und umzusetzen. Es muss sichergestellt sein, dass der Trainings- und Spielbetrieb in der jeweiligen Kommune behördlich gestattet ist.

Allgemeine Vorgaben:

Wer eine öffentliche oder private Sportanlage oder Sportstätte betreibt muss nach den gültigen Verordnungen

  • ein Hygienekonzept erstellen (nach § 6 CoronaVO) 
  • Hygieneanforderungen (nach §4 CoronaVO) einhalten
  • Datenverarbeitung (nach §7 CoronaVO) durchführen
  • Zutritts- und Teilnahmeverbot (nach §8 CoronaVO) durchsetzen
  • Ggf. Test-, Impf- oder Genesungsnachweise verlangen

Hygienekonzept

Vereine können als Vorlage das übergreifende Hygienekonzept der Fußballverbände in BW verwenden. Dieses ist auf die Gegebenheiten vor Ort anzupassen. Die Verantwortlichkeit liegt beim vertretungsberechtigten Vorstand, dieser kann die Aufgabe an einen oder mehrere Hygienebeaftragte übertragen. Bei jeder Veranstaltung (Training oder Spiel) muss eine verantwortliche Person anwesend sein. 

Das Hygienekonzept muss alle Beteiligten (Spieler:innen, Trainer:innnen, Zuschauer:innen etc.) zugänglich gemacht werden (Aushang, Zusendung per E-Mail, Besprechung vor dem Training/Spiel). Auf die Einhaltung ist explizit hinzuweisen. 

Auf Verlangen der zuständigen Behörde haben die Verantwortlichen das Hygienekonzept vorzulegen und über die Umsetzung Auskunft zu erteilen.

Schutz- und Hygieneanforderungen

  • Abstandspflicht (1,5 Meter) für alle Beteiligten auf dem Sportgelände; Ausnahmen sind Personen des gleichen Haushaltes und Beteiligte auf dem Spielfeld; Hinweis: die allgemeine Kontaktbeschränkung gilt hier nicht, da es sich um Veranstaltungen handelt
  • Ggf. Begrenzung der Personenzahl auf Grundlage der räumlichen Kapazitäten
  • Regelung von Personenströmen und Warteschlangen
  • regelmäßige und ausreichende Lüftung von Innenräumen
  • regelmäßige Reinigung von Oberflächen und Gegenständen
  • Vorhalten von Handwaschmittel sowie von nicht wiederverwendbaren Papierhandtüchern oder anderen gleichwertigen hygienischen Handtrockenvorrichtungen oder Handdesinfektionsmittel

Kontaktdatenerfassung

  • Pflicht zur Erhebung folgender Daten von allen Anwesenden (Spieler:innen, Trainer:innen, SR:innen, Zuschauer:innen, an der Organisation Beteiligte): Vor- und Nachname, Anschrift, Datum und Zeitraum der Anwesenheit und, soweit vorhanden, die Telefonnummer
  • Die Erhebung kann unter Einhaltung des Datenschutzes manuell (z.B. Einzelformulare auf Papier, Listen sind nicht datenschutzkonform) oder elektronisch per App erfolgen; 
  • mögliche technische Anwendungen sind:
    • Corona-Warn-App (Vorteil: weit vebreitet)
    • FUSSBALL.DE Fancard-App (Vorteil: Anbindung an das DFBnet)
    • luca App (Vorteil: in Gastronomie und sonstigen Einrichtungen in Verwendung)
  • nehmen ausschließlich vereinseigene Personen teil (z.B. im Training), ist eine Liste mit den Namen ausreichend, sofern die Kontaktdaten in der Vereinsverwaltung vorliegen

Zutritts- und Teilnahmeverbot

Der Zutritt zum Sportgelände muss untersagt werden:

  • bei Vorliegen einer Infektion oder Anordnung von Quarantäne
  • bei Symptomen wie Husten, Fieber (ab 38° Celsius), Atemnot, vorliegen; Hinweis: wenn derartige Symptome bei einer Person des eigenen Haushaltes vorliegen, sollte ebenfalls auf eine Teilnahme verzichtet werden 
  • bei Nicht-Einhaltung der Vorgaben des Hygienekonzepts (z.B. Abstand, Maske, Testung)

Nachweispflicht von Testung, Impfung oder Genesung

  • in den Öffnungsschritten 1-3 ist ist für den Zutritt (Zuschauer:innen) oder die Teilnahme (Spieler:innen, Trainer:innen, Schiedsrichter:innen etc.) die Vorlage eines Impf- oder Genesungsnachweises oder ein negativer Test erforderlich für alle Personen ab 6 Jahren
  • gültig sind Test-Bescheinigungen:
    • von offiziellen Testzentren (max. 24 Stunden alt)
    • von Arbeitgebern oder anderen Dienstleistern (max. 24 Stunden alt)
    • von Schulen (max. 60 Stunden alt); Hinweis: Schulen sind zur Bescheinigung eines negativen Tests (auch durch die Eltern) auf Verlangen verpflichtet
    • über eine vor Ort unter Aufsicht einer geeigneten Person* durchgeführte Laien-Selbsttestung
  • Nicht gültig sind Bescheinigungen von Eltern, etwa für die Grundschule ausgestellt
  • Nachweise müssen nur eingesehen und nicht aufbewahrt werden
  • Liegt die 7-Tage-Inzidenz fünf Werktag in Folge unter 35 entfällt die Test- bzw. Nachweispflicht für alle Beteiligten im Freien, für die Nutzung von Kabinen ist weiterhin ein Test notwendig

Zusätzliche Empfehlungen

  • Keine körperlichen Begrüßungsrituale (zum Beispiel Händedruck) durchführen.
  • Mitbringen eigener Getränkeflasche, die zu Hause gefüllt wurde.
  • Vermeiden von Spucken und von Naseputzen auf dem Feld.
  • Kein Abklatschen, In-den-Arm-Nehmen und gemeinsames Jubeln.
  • Verwendete Trainingsleibchen sind nach jeder Trainingseinheit zu waschen.

 

 

 

Aktuell erlaubte Spielformen

Öffnungsstufe 1 (7-Tage-Inzidenz 5 Werktage in Folge unter 100)

  • Gruppengröße bis 20 Personen
  • Testspiele 7-gegen-7 oder 9-gegen-9

ab Öffnungsstufe 2 

  • keine Gruppenbegrenzung
  • Testspiele 11-gegen-11
  • Blitzturniere, Empfehlung max. vier Mannschaften (mehr Mannschaften sind möglich, wenn es die örtlichen Gegebenheiten und das Hygienekonzept erlauben)

Die jeweiligen Vorgaben (Hygienekonzept, ggf. Testpflicht etc.) sind zwingend zu beachten.

 

 

Häufig gestellte Fragen

Wie muss der Schnelltest erfolgen?

Zusätzlich zu professionellen Schnelltests können auch zur Laienanwendung gedachte Selbsttests durchgeführt werden. Dabei muss die Anwendung dieses Tests vor Ort von einer geeigneten Person überwacht und bescheinigt werden. Die Kriterien zur Eignung der Person werden vom Ministerium für Soziales und Integration folgendermaßen festgelegt: Diese Personen müssen zuverlässig und in der Lage sein, die Gebrauchsanweisung des verwendeten Tests zu lesen und zu verstehen, die Testung zu überwachen, dabei die geltenden AHA-Regeln einzuhalten und das Testergebnis ordnungsgemäß abzulesen. Kosten der Selbsttests werden nicht übernommen.

Was gilt für Schülerinnen und Schüler?

Schülerinnen und Schüler können bei Angeboten aus den Öffnungsstufen, bei denen eine Testpflicht besteht, auch einen von der Schule bescheinigten negativen Test vorlegen, der nicht älter als 60 Stunden ist. Schulen haben den im Präsenzunterricht einbezogenen Schüler*innen in jeder Schulwoche zwei COVID-19-Schnelltests anzubieten und auf Verlangen eine Bescheinigung über das negative Testergebnis unter Angabe des Testdatums und der Uhrzeit auszustellen (§ 2 CoronaVO Schule).

Update: Eigenbescheinigungen durch Erziehungsberechtigte, die in der Schule vorgelegt werden, können nun auch durch die Schule bestätigt werden und sind somit 60 Stunden als Bescheinigung für den Trainings- und Spielbetrieb im Amateursport gültig. 

 

 

Was bedeutet kontaktarm?

Die Sportausübung ist dann kontaktarm, wenn sie grundsätzlich ohne Körperkontakt durchgeführt wird, ein kurzzeitiger Kontakt in einzelnen Übungs- und Spielsituationen aber nicht ausgeschlossen werden kann. Beim Fußball sind die Kontaktzeiten und demnach die Ansteckungswahrscheinlichkeit sehr gering, wie mittlerweile mehrere wissenschaftliche Studien zeigen. Auf Partnerübungen oder statische Situationen, in denen über längere Zeit kein Abstand gewahrt wird (z.B. Eckball-Training), muss hingegen verzichtet werden.

Wie viele Betreuungspersonen sind erlaubt?

Für die Betreuung von Kindergruppen dürfen so viele Aufsichtspersonen anwesend sein, wie es für die Aufsichtsführung notwendig ist; besteht eine Gruppenbegrenzung zählen sie zählen nicht mit. Die Anzahl der Aufsichtspersonen ist abhängig vom Alter der Kinder, dem Entwicklungsstand der Kinder usw.  Es wird empfohlen, dass die Aufsichtspersonen einen Mindestabstand zu anderen Personen von 1,5 Metern einhalten.

Können mehrere Gruppen gleichzeitig auf den Sportplatz?

Auf weitläufigen Anlagen können mehrere Gruppen gleichzeitig Sport treiben. Wichtig ist bei Sportanlagen mit mehreren Fußballplätzen, dass jeder einzelnen Gruppe ein fixer Bereich, z. B. ein Spielfeld, zur alleinigen Nutzung zugewiesen und damit gewährleistet ist, dass zwischen den Gruppen durchgängig ein Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern eingehalten wird und es zu keiner Zeit zu einer Durchmischung der Gruppen kommt.

Wo erfahre ich, was in meinem Stadt- oder Landkreis gilt?

Was in der jeweiligen Region gilt, wird abhängig gemacht von der 7-Tage-Inzidenz vor Ort. Der Wert bildet die Fälle pro 100.000 Einwohner*innen in den letzten 7 Tagen ab und ist eine wichtige Grundlage für die Einschätzung der Entwicklung der Corona-Pandemie.
Wie sich die 7-Tage-Inzidenz in Ihrem Stadt- oder Landkreis entwickelt, erfahren Sie auf der Internetseite Ihres Stadt- oder Landkreises. Bitte informieren Sie sich dort proaktiv über die bei Ihnen geltenden Regelungen. 

Ist der Ort des Sportgeländes oder der Wohnort des Spielers entscheidend?

Entscheidend ist, zu welchem Stadt- oder Landkreis  das Sportgelände gehört, auf dem das Training oder Spiel stattfindet.

Muss die Benutzung der Sportanlage von der Kommune freigegeben werden?

Grundsätzlich ist keine explizite Freigabe der Sportanlage durch die örtlichen Behörden vorgeschrieben, die Öffnung ergibt sich unmittelbar aus der CoronaVO und der Feststellung der Inzidenzwerte durch die Land- und Stadtkreise. Theoretisch ist aber denkbar, dass örtliche Behörden wie Ordnungsamt und/oder Gesundheitsämter dennoch eine Schließung verfügen. Bitte prüfen Sie eigenständig und gewissenhaft, welche Regelungen bei Ihnen vor Ort aktuell gelten. Falls Sie unsicher sind, setzen Sie sich mit dem Ordnungsamt Ihrer Kommune in Verbindung. 

Dürfen die Umkleidekabinen oder Toiletten genutzt werden?

Die Nutzung von Umkleiden, Duschen, Aufenthaltsräumen oder Gemeinschaftseinrichtungen ist zulässig, wenn die Sportausübung in geschlossen Räumen erlaubt ist, also ab Öffnungsstufe 2. Es besteht in allen Öffnungsschritten und auch bei einer Inzidenz unter 35 Testpflicht im Inneren sowie das Abstandsgebot und die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken. Ggf. müssen entsprechend einzelnen Duschen gesperrt werden und die Kabine kann nur mit einer sehr geringen Personenanzahl genutzt werden. Die Aufenthaltsdauer ist auf das Notwendigste zu reduzieren.  

Wir weisen darauf hin, dass die lokalen Behörden auch schärfere Regelungen erlassen können und bitten Sie darum, sich vor der Öffnung mit diesen in Verbindung zu setzen. Beim gemeinsamen Aufenthalt in geschlossenen Räumen besteht stets ein erhöhtes Infektions- und Quarantäne-Risiko. 

Können Erziehungsberechtige beim Kinder-Training anwesend sein?

Grundsätzlich dürfen sich auch die Eltern während des Trainings auf dem Sportgelände aufhalten, dies unter Beachtung des Hygienekonzepts. Zudem besteht in den Öffnungsschritten 1 bis 3 Testpflicht.

Ab wann beginnt bzw. endet die Verantwortlichkeit des Vereins?

Bei der Übernahme der Kinder/Spieler und beim Betreten des Sportgeländes beginnt die Verantwortlichkeit. Sie endet, sobald die Kinder/Spieler bei der Abholung wieder in die Obhut der Aufsichtspersonen (z.B. die Eltern) gegeben werden bzw. mit deren Einverständnis selbstständig den Heimweg antreten.

Was gilt für Zuschauer:innen?

Den Zuschaue:innen muss das Hygienekonzept zugänglich gemacht werden, z.B. durch Aushang. Die Einhaltung ist für alle Personen auf dem Sportgelände Pflicht (Datenerfassung etc.), gleiches gilt ggf. für Testpflicht etc.

Die zulässige Anzahl an Zuschauer:innen regeln die Öffnungsschritte, sie sollte aber an die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden und muss zwingend kontrolliert und eingehalten werden.

Generell gilt der 1,5 m Abstand zwischen Zuschauer:innen, einzige Ausnahme: Personen aus einem gemeinsamen Haushalt. Da es sich um Veranstaltungen handelt, gelten nicht die üblichen Kontaktbeschränkungen (z.B. 3 Haushalte). Das Anbringen von Markierungen unterstützt bei der Einhaltung des Abstandsgebots.

Ähnlich wie bei der Kabinennutzung wird auch das Thema Zuschauer:innen von den Behörden sensibel gehandhabt. Es können striktere Regeln vorgegeben werden.

Ist Bewirtung auf dem Sportgelände erlaubt?

Bewirtung ist erlaubt, bei den entsprechenden Regelungen wird zwischen Eigenbewirtung auf dem Sportgelände und gastronomischem Betrieb (z.B. verpachtete Vereinsgaststätte) unterschieden:

 

  • Eigenbewirtung ist erlaubt, Ausnahme alkoholische Getränke.
  • Ein gastronomischer Bereich ist separat zu betrachten, hier gelten die Regelungen der Gastronomie (z.B. separate Datenerfassung, ggf. Testpflicht etc.), dort gekaufte alkoholische Getränke dürfen nicht auf dem Sportgelände konsumiert werden.

 

 

 

 

Saison 2020/21 | 2021/22

Saison 2021/22

Der Rahmenterminplan für die kommende Saison 2021/22 wird vor dem Hintergrund der noch anhaltenden Corona-Beschränkungen erst zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht. Ein Entwurf liegt bereits vor. Mannschaftsmeldungen sind möglich.

Die neue Saison 2021/22 steht vor der Tür. Einige Mannschaften sind unter den geltenden Regeln auf den Trainingsplatz zurückgekehrt, das Fenster für die Mannschaftsmeldungen der Herren und Frauen ist bereits geöffnet und auch hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen an.

Ein wichtiger Bestandteil der Saisonvorbereitung ist der Rahmenterminkalender. Für diesen haben die zuständigen Gremien bereits einen Entwurf ausgearbeitet. In der Hoffnung, dass sich die Lage weiter entspannt, wurde zunächst klassisch geplant. Danach würde die Verbandsrunde der Herren am 14./15. August für 17/18er- und 19/20er-Staffeln bzw. am 21./22. August für 15/16er-Staffeln starten. Der bfv-Rothaus-Pokal soll am 24./25. Juli beginnen. Für den Kreisspielbetrieb können die Daten abweichen, da die Kreise eigene Rahmenterminkalender erarbeiten. Gleiches gilt für die bfv-Rothaus-Kreispokalwettbewerbe. Die Frauen sollen bestenfalls am 28./29. August mit dem SPORT-LINES-Pokal in die neue Saison starten. Der erste Spieltag in den Mannschaftsrunden ist am 11./12. September vorgesehen. Bei den Junioren soll es ebenfalls zum 11./12. September losgehen und die erste Pokalrunde ist in der letzten Ferienwoche eingeplant. Für die Juniorinnen ist der Saisonanpfiff nach den Sommerferien angedacht.

Da die Einschränkungen durch die Covid-19-Pandemie mittelfristig noch nicht absehbar sind, hat der bfv alternative Szenarien in der Hinterhand und veröffentlicht den finalen Rahmenterminplan erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Saison 2020/21

Mit Beschluss vom 08.04.2021 hat der Verbandsvorstand die Saison 2020/21 mit sofortiger Wirkung beendet. 

Welche Folgen hat dieser Beschluss?

Die Spielordnung sieht in diesem Fall zwingend eine Annullierung der Saison vor, da die Mindestanzahl von 50% der Spiele einer Saison nicht erreicht wurde. Dies bedeutet, dass die Meisterschaftsrunden der Herren, Frauen und Jugend in den bfv-Spielklassen von der Verbandsliga abwärts nicht gewertet werden und es folglich keine Auf- und Absteiger gibt.

Auf welcher Grundlage wurde dieser Beschluss gefasst?

Der rechtliche Ramen für die Entscheidung ergibt sich aus § 4c der Spielordnung, der vom Verbandstag 2020 verabschiedet wurde. Der bfv-Vorstand ergänzte diesen mit Beschluss vom 13.03.2021 um die Ziffer 5. 

§ 4c – Wertung im Falle höherer Gewalt
[...]
3.1. Die Annullierung einer Meisterschaftsrunde ist in der Regel dann sachgerecht, wenn die überwiegende Anzahl der Mannschaften einer Staffel weniger als 50 % aller Meisterschaftsspiele absolviert hat oder aus anderen Gründen die bisher ausgetragenen Meisterschaftsspiele sportlich keinen hinreichenden Aussagewert für die Ermittlung von Aufsteigern und Absteigern haben. 
[...]
5. Im Spieljahr 2020/21 gilt bei den Herren und Frauen sowie in den Spielklassen der Jugend:
[...]
5.2. Keine Wiederaufnahme des Spielbetriebs bis spätestens 09.05.2021; Annullierung
Wird der in Folge der COVID-19-Pandemie seit dem 29.10.2020 ausgesetzte Spielbetrieb nicht bis spätestens zum 09.05.2021 wieder aufgenommen, werden die Meisterschaftsrunden annulliert und nicht fortgesetzt.
5.3. Über den Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Spielbetriebs entscheidet der Verbandsvorstand auf Vorschlag des Verbandsspielausschuss und des Verbandsjugendausschuss unter Beachtung der jeweils geltenden öffentlich-rechtlichen Bestimmungen und Verfügungen sowie unter Berücksichtigung einer angemessenen Vorbereitungszeit für die teilnehmenden Mannschaften.

Warum wurde die Entscheidung (erst) jetzt gefällt?

Als Verband sind wir unseren Vereinen gegenüber verpflichtet Spielbetrieb anzubieten, Meisterschaftsrunden zur Wertung zu bringen und auf diesem Weg insbesondere Meister sowie Auf- und Absteiger zu ermitteln. Ebenfalls in § 4c ist festgeschrieben: "Grundsätzlich sind alle zumutbaren Maßnahmen zu ergreifen, um sämtliche Spiele einer Meisterschaftsrunde zur Austragung zu bringen, [...]" Solange also eine faktische Chance vorhanden war, die Saison nach Beendigung der Vorrunde zu werten, konnten wir die Saison nicht vorzeitig abbrechen.

Jetzt ist allerdings der Zeitpunkt erreicht, an dem diese nicht mehr möglich und zumutbar ist. 

Der Stichtag 9. Mai wurde auf Grundlage der noch offenen Spiele als letztmöglicher Zeitpunkt für die Wiederaufnahme berechnet, um die Vorrunden sowie Entscheidungs-, Aufstiegs- und Relegationsspiele bis zum 30.06.2021 zu beenden. Zuvor hätte eine der langen Unterbrechung angemessene Vorbereitungszeit möglich sein müssen. Die aktuellen behördlichen Verfügungen und die immer noch hohe und regional unterschiedliche Infektionslage verbieten aktuell und auf absehbare Zeit ein flächendeckendes Mannschaftstraining unter Wettkampfbedingungen und ohne weitere Auflagen. 

Warum wird die Saison nicht verlängert?

Die Möglichkeit einer Saisonverlängerung räumte der DFB-Spielausschuss im vergangenen Jahr ausnahmsweise ein. Dies wird in diesem Spieljahr - aller Voraussicht nach - nicht geschehen. Demnach wäre eine Verlängerung regularisch gar nicht möglich. Zudem startet am 1. Juli die Wechselperiode I und eine Verlängerung der Spielzeit würde die Planungen für die darauffolgende Saison tangieren, die planmäßig ebenfalls am 1. Juli beginnt.

Warum gibt es nicht wie im letzten Jahr Aufsteiger?

Als die Saison 2019/20 beendet wurde, lag eine andere Situation zu Grunde. Es gab noch keine Regelung in der SpO und es waren deutlich mehr Spiele bereits absolviert. Mit der heute gültigen Spielordnung wären in der Saison 2019/20 die Auf- und Absteiger per Quotient ermittelt worden. In der Spielzeit 2020/21 wurde jedoch die Mindestanzahl von 50 % der Spiele einer Meisterschaftsrunde nicht erreicht.

Warum sind die Pokalwettbewerbe nicht abgebrochen?

Die Pokalwettbewerbe sind im Badischen Fußballverband schon sehr weit fortgeschritten. Der bfv-Rothaus-Pokal der Herren auf Verbandsebene ist z.B. bereits im Halbfinale, die Kreispokalwettbewerbe ebenfalls größtenteils. Im Sport-Lines Pokal der Frauen stehen noch die Spiele ab dem Viertelfinale aus. Insbesondere bei den Herren und Frauen ist es das Ziel, Mannschaften für den DFB-Pokal zu melden. 

Wann und wie beginnt die Saison 2021/22?

Die Spielzeit 2020/21 soll wie üblich starten. Die ersten Meisterschaftsspiele auf Verbands- und Kreisebene finden in der Regel Mitte August / Anfang September statt. Natürlich hängt der Startpunkt von der Entwicklung der Covid-19-Pandemie und der behördlichen Verfügung zum entsprechenden Zeitpunkt ab.

Warum haben die Fußballverbände nicht mehr Einfluss auf die Entscheidungen des Landes? 

Wir sind im ständigen Austausch mit den zuständigen Landesministerien und sind froh über den direkten Austausch. Wir stellen immer wieder die Perspektive des Amateursports dar. Wir haben uns in den letzten Wochen und Monaten für so viel verantwortungsvolle Öffnung wie möglich im Fußball stark gemacht. Als Resultat unserer Bemühungen konnte das Training - inzidenzabhängig - wieder aufgenommen werden. Letztendlich liegt die Entscheidung über die Vorgaben bzw. Corona-Verordnungen aber nicht bei uns, sondern bei Bund und Ländern. 

Rechtliche Fragen (Badischer Sportbund Nord)

Fragen und Antworten zum Thema „Rechtsfragen von Vereinen im Umgang mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie“ hat der Badische Sportbund Nord zusammengestellt auf www.badischer-sportbund.de.

Finanzen | Zuschüsse | GEMA

Info-Veranstaltung Corona-Finanzhilfen und Zuschüsse

Finanzen


Auf welche staatlichen Hilfen können Vereine zugreifen?
Bund und Land haben bereits Rettungsschirme auf den Weg gebracht, von denen auch Vereine profitieren können, die eine wirtschaftliche Tätigkeit ausüben. Zu nennen ist hier insbesondere das beschlossene Soforthilfepaket in Höhe von 50 Milliarden Euro für Kleinstunternehmen und Soloselbstständige. In Baden-Württemberg können nach den beschlossenen Förderkriterien u.a. auch selbstständige Trainerinnen und Trainer entsprechende Anträge stellen. Unter www.bw-soforthilfe.de finden Sie weitere Informationen und Hinweise zur Antragstellung.
Ende Juni wurde außerdem die Soforthilfe Sport verabschiedet, ein 12 Millionen umfassender Rettungsschirm für Sportvereine. Anträge werden über die Sportbünde gestellt, für Fußballvereine im bfv ist das der Badische Sportbund Nord. Ausführliche Infos beim BSB Nord; Antragsformular

Erhalten Vereine vom bfv oder vom DFB Zuschüsse?

Direkte Zuwendungen an Mitgliedsvereine sind aus steuerlichen und rechtlichen Gründen nicht möglich. Außerdem könnten wir das wirtschaftlich gar nicht leisten. Zumal die Corona-Krise auch für uns mit erheblichen finanziellen Einbußen verbunden ist.
Um Sie, unsere Vereine, aber in der gegenwärtigen Situation nicht noch weiter zu belasten, hat der Verbandsvorstand des Badischen Fußballverbandes beschlossen, aktuell anfallende Zahlungen an den Verband nicht jetzt einzuziehen, also zu stunden. Das können insbesondere Strafen und Gebühren sein. Wann diese Zahlungen erst fällig werden, wird der weitere Verlauf zeigen.

Fallen während der Krise GEMA-Gebühren an, wenn wir Sport mit Musik via Internet anbieten?
Während der Zeit der Schließungen fallen für Vereine keine GEMA-Gebühren an. Die GEMA hat ihre Gesamtvertragspartner (somit auch den DOSB) darüber informiert, dass für die Zeit, in der Musiknutzer im Zuge der Corona-Krise aufgrund behördlicher Anordnungen schließen müssen, keine Pflicht zur Zahlung von Lizenzgebühren besteht. Dies sollausdrücklich auch "Jahresverträge" betreffen, die Vereine mit der GEMA abgeschlossen haben. Ferner hat die GEMA dem DOSB auf Nachfrage bestätigt, dass sie durch den Pauschalvertrag abgedeckte Musiknutzungen auch dann als abgegolten ansieht, wenn diese während der Zeit behördlich angeordneter Schließungen nicht unmittelbar in den Sportstätten, sondern "virtuell" erfolgen (z.B. Anleitung durch die Übungsleiter via Internet-Homepage, o.ä.).

https://www.gema.de/musiknutzer/coronavirus-kundenunterstuetzung/

Arbeitsrecht

Müssen Vertragsspieler weiterbezahlt werden, auch wenn der Spielbetrieb ruht?
Bei Vertragsspielern liegt ein arbeitsrechtliches Verhältnis zwischen Verein und Spieler vor, daher ist diese Frage im Arbeitsrecht, nicht im Sportrecht zu beantworten. Der DFB hat ein Merkblatt zur Kurzarbeit erstellt. Weitere Infos stellt die Bundesagentur für Arbeit bereit.

Ergänzung (16.11.2020): Für Vereine ist es möglich, in Einigkeit mit dem Spieler den Vertrag zu pausieren. Solange der Spielbetrieb offiziell unterbrochen ist, kann der Vertrag ruhen. Diese Vereinbarung muss schriftlich zwischen Verein und Spieler fixiert, aber nicht beim Verband angezeigt werden.

Müssen Beiträgen zur gesetzlichen Unfallversicherung bei der Aussetzung des Trainings- und Spielbetriebs für Spieler von den Vereinen weiterbezahlt werden?
Sofern Ihr Unternehmen aus wirtschaftlichen Gründen Beiträge nicht in einer Summe zur Fälligkeit begleichen kann, haben Sie die Möglichkeit, einen Antrag auf Ratenzahlung/Stundung zu stellen. Weitere Infos stellt die VBG zur Verfügung.

Infos von Prof. Dr. Philipp S. Fischinger, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Handelsund
Wirtschaftsrecht sowie Sportrecht, Universität Mannheim:


Wie verhält es sich mit Ansprüchen auf Fahrtkosten- und anderen Aufwendungsersatz (z.B. Zuschüsse für Reinigung Trainingskleidung u.ä.) für Spieler, Trainer und Betreuer? Müssen diese weiterbezahlt werden, wenn der Spiel- und Trainingsbetrieb ruht?
Antwort

Müssen Gehälter für Spieler, Trainer und Betreuer weiterbezahlt werden? Wenn ja, wie lange? Gibt es Möglichkeiten zu „mindern“? (Grundlage für Spieler: Mustervertrag für Vertragsspieler)
Antwort

Wie verhält es sich mit den Beiträgen zur gesetzlichen Unfallversicherung? Müssen diese bei der Aussetzung des Trainings- und Spielbetriebs für Spieler von den Vereinen weiterbezahlt werden?
Antwort

Wie verhält es sich mit Verlängerungsklauseln in Vertragsspieler-Verträgen, die z.B. an eine bestimmte Anzahl von Pflichtspiel-Einsätzen anknüpfen, bei Saisonunterbrechung oder Saisonabbruch?
Antwort

Gibt es Möglichkeiten, Vertragsspieler zu einer zeitlich befristeten Vertragsverlängerung zu „zwingen“, wenn beispielsweise die Saison über den 30.06. hinaus gespielt wird, zu dem die Verträge ansonsten enden würden?
Antwort

Sportversicherung

Wo erhalte ich weitere Informationen zum Sportversicherungsvertrag?
Ihre persönlichen Ansprechpartner der ARAG Sportversicherung arbeiten für Sie vom Homeoffice aus und sind unverändert erreichbar. Bitte lassen Sie ihnen Ihre Anfrage bevorzugt per E-Mail oder telefonisch zukommen. Bitte nennen Sie Ihre Kontaktdaten (E-Mailadresse und/oder Telefonnummer) über die Sie am besten erreicht werden können. Ihr zuständiges Versicherungsbüro beim Badischen Sportbund Nord e.V. finden Sie mit allen Kontaktdaten auf www.ARAG-Sport.de. Dort finden Sie auch weitere Details zum Sportversicherungsvertrag über das hinterlegte Merkblatt und Erklärvideo.

Kann ich mich auch per Videokonferenz zu individuellen Fragen beraten lassen?
Ja, die ARAG-Sportversicherung berät Sie gerne auch online. Die Vorgehensweise ist sehr einfach:

  1. Online-Beratung verabreden: Sie können das Versicherungsbüro anrufen, eine Mail schreiben oder die Online-Terminvereinbarung auf der Homepage nutzen, wenn Sie sich online beraten lassen wollen. Nach Vereinbarung eines Termins erhalten Sie einen Link, den sie für die Besprechung brauchen. Bitte abspeichern!
  2. App herunterladen:  Durch Herunterladen der App „Teams“ von Microsoft können Sie später die Inhalte der ARAG-Rechner sehen. Es besteht auch die Möglichkeit, die Besprechung per Video durchzuführen. Sie können diese Funktion natürlich auch abwählen, wenn Sie die Kamerafunktion deaktivieren.
  3. Online-Beratung:  Zum Start der Online-Besprechung klicken Sie einfach auf den erhaltenen Link.  Schon kann es losgehen.

Allgemeine Infos in sechs Sprachen

Das Bundesministeriums für Migration, Flüchtlinge und Integration stellt Informationen zum Umgang mit der Corona-Pandemie in sechs Sprachen zur Verfügung.

Diese sind insbesondere bestimmt für Spielerinnen und Spieler in Ihren Vereinen, die lediglich über Grundkenntnisse des deutschen Sprache verfügen. Bitte geben Sie diese Information an die entsprechenden Spielerinnen und Spieler weiter.

* Letzte Aktualisierung: 14.06.2021

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