Danke Schiri

Mit der Aktion „Danke Schiri.“ werden bundesweit Schiedsrichter geehrt, die nicht nur durch ihre Leistung auf dem Platz überzeugen, sondern auch darüber hinaus Aufgaben und Verantwortung übernehmen, vor allem bei der Gewinnung und Bindung von Nachwuchs für das Schiedsrichterwesen.

Die Auszeichnung wird in drei Kategorien vergeben:

  • Schiedsrichterin
  • Schiedsrichter Ü50
  • Schiedsrichter U50

Im Badischen Fußballverband kürt zunächst jeder der neun Fußballkreise in jeder Kategorie einen Sieger, die auf Kreisebene geehrt werden. Alle Sieger erhalten neben der Urkunde und einem Geschenk die Einladung zur Ehrungsveranstaltung in der Sportschule Schöneck. Dort wählt eine Jury in jeder Kategorie einen bfv-Sieger.

Der Wettbewerb wird unterstützt von der Dekra Niederlassung Mannheim.

Ehrung Schiedsrichtervereinigung Mosbach

Danke Schiri in Mosbach 2019/20: Colin Gimber, Robin Siegl und Rainer Braun (v. li.). Foto: bfv
Danke Schiri in Mosbach 2019/20: Colin Gimber, Robin Siegl und Rainer Braun (v. li.). Foto: bfv

Als erste Schiedsrichtervereinigung ehrte Mosbach seine Sieger der Aktion DANKE SCHIRI. für besonderes Engagement auf und neben dem Fußballplatz.

Robin Siegl (U50)

„Ich habe schon immer, selbst auf dem Bolzplatz, den Schiedsrichter gemacht“, erzählt Robin Siegl, der Sieger der Kategorie Schiedsrichter U50. „Als ich dann die Schiedsrichterkarriere begonnen habe, hat das eine Leidenschaft in mir geweckt, die bis jetzt anhält.“ Seit er die Schiedsrichterprüfung Ende 2002 ablegte, hat der heute 30-Jährige rund 1.250 Spiele geleitet, fünf Jahre pfiff er in der Oberliga Baden-Württemberg, zwei Jahre in der A-Junioren Bundesliga. Heute hat er noch Einsätze in der Kreisklasse und nimmt dabei Nachwuchsschiedsrichter mit, um sie anzuleiten und zu fördern. Selbst aktiv zu sein reichte dem Hüffenhardter aber nicht aus, daher begann er sich in der Schiedsrichtervereinigung zu engagieren, zunächst als Beauftragter für die Jung-Schiedsrichter, seit 2016 als Lehrwart. Neben der Ausbildung und Betreuung von Neulingen betreibt er in dieser Funktion aktiv Werbung für neue Schiris und stellt seine Erfahrung in Referaten auch anderen Schiedsrichtervereinigungen zur Verfügung. „Robin war schon immer ein Teamplayer. Egal ob auf dem Platz oder außerhalb, er ist immer für alle ansprechbar. Er ist Motivator, Coach und Bezugsperson für die Schiedsrichter“, ist Schiri-Obmann Rainer Braun voll des Lobes. Zudem habe Siegl ein gutes Einfühlungsvermögen und verstehe es auf der einen Seite kritisch und fordernd sowie auf der anderen Seite motivierend und aufbauend zu sein. „Egal ob jung oder alt, er hat einen guten Draht zu unseren Schiedsrichtern“, ergänzt Braun. Über die Ehrung bei DANKE SCHIRI. freut sich Siegl sehr: „Es ist nach 17 Jahren als Schiedsrichter schön, die eigene Leistung honoriert zu bekommen. Das motiviert einen natürlich, weiterzumachen und sich für dieses schöne Ehrenamt zu engagieren.“

Colin Gimber (Ü50)

Die Ehrung in der Kategorie Schiedsrichter Ü50 erhielt Colin Gimber. Mit ihm habe die Schiedsrichtervereinigung Mosbach einen echten Allrounder, betont Braun: „Colin kann für alle Angelegenheiten eingesetzt werden, tut dies auch immer gerne und zuverlässig.“ Als aktiver Schiedsrichter ist er seit 34 Jahren allzeit einsatzbereit, springt auch mal kurzfristig ein, wenn nötig. Aktuell liegt sein Schwerpunkt auf der Betreuung und Begleitung von Neulingen als Pate und Fahrer. Seine Begeisterung gibt der 59-Jährige nicht nur im eigenen Verein weiter, der seit Jahren den Schiedsrichter-Soll übertrifft. „Ich hatte viele Highlights in meiner Karriere und bin immer noch motiviert, das den Jungen weiterzugeben. Ich bin 34 Jahre dabei und habe es noch keinen Tag bereut“, stellt Gimber klar. „Wir brauchen unbedingt Nachwuchs. Es ist zwar ein anspruchsvolles, aber ein schönes Hobby, in dem man viel lernen und erreichen kann. Man bekommt von der Vereinigung die nötige Unterstützung und wird gefördert.“ Die  Ehrung bedeute ihm viel, sagt der Schiri aus Katzental und denkt gleich schon wieder an seine Kollegen. „Ich hoffe, dass noch viele Kameraden in den Genuss einer solchen Ehrung kommen. Das soll auch ein Ansporn für die jungen Schiedsrichter sein, ihren Weg zu gehen. Ich würde mich auch sehr freuen, wenn wir bei den nächsten Lehrgängen endlich mal wieder einige Damen für das Amt begeistern könnten.“

Eine Siegerin in der Kategorie Frauen konnte in Mosbach in diesem Jahr nicht ausgezeichnet werden.