Danke Schiri

Mit der Aktion „Danke Schiri.“ werden bundesweit Schiedsrichter geehrt, die nicht nur durch ihre Leistung auf dem Platz überzeugen, sondern auch darüber hinaus Aufgaben und Verantwortung übernehmen, vor allem bei der Gewinnung und Bindung von Nachwuchs für das Schiedsrichterwesen.

Die Auszeichnung wird in drei Kategorien vergeben:

  • Schiedsrichterin
  • Schiedsrichter Ü50
  • Schiedsrichter U50

Im Badischen Fußballverband kürt zunächst jeder der neun Fußballkreise in jeder Kategorie einen Sieger, die auf Kreisebene geehrt werden. Alle Sieger erhalten neben der Urkunde und einem Geschenk die Einladung zur Ehrungsveranstaltung in der Sportschule Schöneck. Dort wählt eine Jury in jeder Kategorie einen bfv-Sieger.

Der Wettbewerb wird unterstützt von der Dekra Niederlassung Mannheim.

Ehrung Schiedsrichtervereinigung Tauberbischofsheim

Danke Schiri 2018: Tauberbischofsheim. Foto: bfv
Danke Schiri 2018: Tauberbischofsheim. Foto: bfv

„Mit dieser Auszeichnung wird dem Ehrenamt ein besonderer und schöner Stellenwert gegeben!“, freut sich Steffen Holler, Sieger der Kategorie U50 im Kreis Tauberbischofsheim. Seit 2004 ist er Schiedsrichter beim SV Königshofen, da er seinem Verein „nach der aktiven Laufbahn als Spieler und Jugendtrainer weiter aktiv unterstützen wollte“. 2009 übernahm er im Schiedsrichterausschuss des Kreises Tauberbischofsheim die Aufgaben als Schriftführer und Öffentlichkeitsmitarbeiter. Er hält die Homepage mit allen relevanten Informationen über die Schiedsrichter aktuell und betreibt seit 2017 Schiedsrichterwerbung mit einer Informationszeitschrift, die die Tätigkeiten der Vereinigung in zahlreichen Facetten wiederspiegelt und allen Vereinen zu Verfügung gestellt wird. Im vergangenen Jahr schaffte es der 48-Jährige mit Maximilian König einen jungen Kollegen für die Öffentlichkeitsarbeit in sozialen Medien zu begeistern. Nachwuchsarbeit leistet Holler auch auf dem Fußballplatz. Als Schiedsrichterbeobachter auf Verbandsebene hilft er dem ambitionierten Nachwuchs sich für höhere Aufgaben weiter zu entwickeln. Schiedsrichter-Neulingen steht er als Pate zu Verfügung und hilft somit bei den ersten Schritten an der Pfeife. Bei den monatlichen Pflichtversammlungen sowie bei Informationsabenden bei Fußballvereinen unterstützt er das Team Lehrstab. Kein Wunder, dass ihn die Schiri-Vereinigung für den Preis in diesem Jahr auswählte. Holler: „Ich freue mich sehr über die Wertschätzung.“

„Ich bin schon stolz auf die Auszeichnung und es ist ein Ansporn zum Weitermachen“, sagt auch Dieter Müller vom TSV Kreuzwertheim. Der 73-Jährige schaut auf eine 47-jährige Laufbahn als Schiedsrichter zurück in der er 1880 Spiele geleitet hat. Auch jetzt ist er noch in der Kreisklasse aktiv. Schiedsrichter Sein ist das „klare Bekenntnis zum Fußballsport“, erklärt Müller seine Motivation. „Es stärkt den Charakter und trägt dazu bei, die persönliche Entscheidungsfähigkeit zu verbessern.“ Diese Erkenntnisse gibt er vielen jungen Schiedsrichtern weiter, wenn er sie bei ihren ersten Einsätzen in der Kreisliga an der Linie begleitet oder als Pate unterstützt. Er leitet Lehrabende und bringt sich in den Diskussionsrunden mit fachkundigen Beiträgen ein. Sein ganz persönliches soziales Engagement ist die Integration von Spielern mit Migrationshintergrund beim TSV Kreuzwertheim. Außerdem übernimmt er dort schon seit 1966 in zahlreichen Ämtern Verantwortung, ob als Hauptkassier, Vorsitzender, Verwaltungsleiter oder aktuell in der Mitgliederverwaltung. Für dieses besondere Engagement erhielt Dieter Müller nun die Auszeichnung der Schiedsrichtervereinigung Tauberbischofsheim in der Kategorie Schiedsrichter Ü50.