„Das Sahnehäubchen obendrauf“: DANKE SCHIRI.-Ehrung 2026

Schiris
24.03.2026
DANKE SCHIRI. Verbandsehrung 2026

Der Badische Fußballverband und Das Örtliche ehrten auch in diesem Jahr drei Landessieger*innen der Aktion DANKE SCHIRI. Die feierliche Veranstaltung fand vergangenen Samstag in der Sportschule Schöneck statt. 

Bei schönstem Frühlingswetter fanden am vergangenen Wochenende die vier Kreissiegerinnen und 18 Kreissieger den Weg auf den Turmberg, wo drei von ihnen später zur Landessiegerin, bzw. zum Landessieger gekürt werden sollten. Auch in diesem Jahr hatte die Jury die Aufgabe, unter den 22 Kreissieger*innen, jeweils eine*n Gewinner*in für die Kategorien Schiedsrichterin, U50 und Ü50 auszuwählen. Nach dem Sektempfang hießen Rüdiger Heiß, Vizepräsident Spielbetrieb, sowie Verbandsschiedsrichterobmann Rolf Karcher und Präsident Ronny Zimmermann, die Gäste willkommen und eröffneten die Veranstaltung. Letzterer wies dabei gezielt auf die wichtige Rolle der Amateur-Schiris hin, ohne deren Engagement der Spielbetrieb nicht möglich wäre. Heiß und Karcher erläuterten im Anschluss die Kriterien des Wettbewerbs. Die Aktion DANKE SCHIRI. beabsichtigt, vor allem das Engagement in den Schiedsrichtervereinigungen und nicht die Leistungsklasse der Unparteiischen hervorzuheben. Alle 22 Preisträger*innen auf Kreisebene freuten sich über hochwertige Präsente von bfv-Partner adidas. Die drei glücklichen Landessieger*innen erhielten neben ihrer Glastrophäe obendrauf jeweils einen 100-Euro-Gutschein für den Schiri-Shop www.refereeworld.com von Absolute Teamsport Böckmann.

Michelle Hartmann gewinnt die Kategorie „Schiedsrichterin“

Als wahre Powerfrau konnte Michelle Hartmann die Jury von sich überzeugen und staubte die erste Trophäe des Tages ab. Sonja Reßler, Schiedsrichterinnen-Beauftragte im Verbandsschiedsrichterausschuss, betonte in ihrer Laudatio die Leidenschaft für das Schiedsrichterwesen der 26-jährigen Unparteiischen aus Tauberbischofsheim. Trotz Schichtarbeit und zwei Kindern sei Hartmann stets zur Stelle, falls mal ein Engpass vorliegen sollte. Die Geburt ihres Sohnes konnte sie nicht lange vom Pfeifen abhalten – sie feierte kurz danach wieder ihr Comeback. Als Patin der Jung-Schiris steht sie ihnen tatkräftig zur Seite und sorgt Jahr für Jahr dafür, dass die Prüfung des Neulingskurses reibungslos abläuft. „Die Ehrung auf Kreisebene war schon sehr toll, die auf Landesebene ist jetzt für mich das Sahnehäubchen obendrauf“, sagte die überglückliche Landessiegerin nach der Ehrung. „Ich werde selbstverständlich weiterpfeifen und freue mich darauf, was jetzt noch kommt“, fügte sich lächelnd hinzu.

U50-Trophäe für Leonardo Cinquemani

Den Sieger der Kategorie U50 stellt in diesem Jahr die Kreisschiedsrichtervereinigung Mannheim mit Leonardo Cinquemani. Der 50-Jährige war jahrelang Verbandsschiedsrichter und pfeift inzwischen auf Kreisebene, wo er großen Wert auf die Förderung des Nachwuchses legt. Er steht jungen Schiris mit Rat und Tat jederzeit zur Seite: „Die Schiedsrichterei hat mir im Leben viel gebracht, ich habe mich dadurch weiterentwickelt. Das möchte ich weiterhin zurückgeben“, beteuert der Preisträger. Rüdiger Heiß lobte in seiner Laudatio Cinquemanis Charakter. Der erfahrene Unparteiische werde regelmäßig für „Problemspiele“ eingesetzt, was eine ruhige und starke Persönlichkeit erfordere. Das Thema Wertschätzung habe zuletzt deutlich an Bedeutung gewonnen, so Cinquemani: „Ich bin zutiefst dankbar und stolz. Diese Auszeichnung krönt mein langjähriges Engagement für den Fußball.“

Auszeichnung Ü50 geht an Thomas Boht

Die letzte Trophäe des Tages ging an den Pforzheimer Thomas Boht. Nach seiner 30-jährigen Fußballkarriere beschloss er, dem Fußballspiel durch die Schiedsrichterei noch aktiv erhalten zu bleiben. Seine Schiedsrichtervereinigung beschreibt ihn als einen respektvollen Kameraden, dessen klare Kommunikation stets mit Hilfsbereitschaft und einer hohen Zuverlässigkeit verbunden sei. Karcher lobte außerdem besonders Bohts Engagement für den Gemeinschaftssinn und die Förderung der Inklusion. Die Begeisterung für sein Hobby trägt er stets weiter, indem er regelmäßig die Werbetrommel für das Schiedsrichterwesen rührt. Auch als Beobachter und Pate der Jung-Schiris ist auf ihn zu zählen. Der Preisträger findet tolle abschließende Worte: „Ich bin schon ein etwas älterer Schiri und wir brauchen dringend Verstärkung. Da war es naheliegend, dass ich versuche, junge Schiris als Pate in die Schiedsrichterei zu begleiten, um irgendwann einen Nachfolger selbst heranziehen zu können.“

Nach der feierlichen Ehrung fanden die Gäste bei einem Stehimbiss noch ein paar Minuten, um sich unter Gleichgesinnten auszutauschen, bevor sich alle auf den Heimweg machten.