Schiedsrichter*innen sind für den Spielbetrieb genauso wichtig wie die Mannschaften und der Ball. Dabei tragen die Vereine und deren handelnde Personen eine besondere Verantwortung. Es lohnt sich, sich als Verein im Schiriwesen zu engagieren! Bestenfalls durch eine eigens dafür abgestellte Ansprechperson.
Zu den Aufgaben und Pflichten der Clubs gehört :
Um die mehr als 30.000 Spiele im Gebiet des Badischen Fußballverbandes mit Schiris und ab der Kreisliga aufwärts i.d.R. mit SR-Gespannen zu besetzen, werden eine Menge Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter benötigt. Um das zu gewährleisten, sind die Vereine verpflichtet, eine bestimmte Anzahl an Schiris zu stellen. Die Zahl richtet sich gemäß dem Verursachungs-Prinzip nach der Anzahl der im Spielbetrieb gemeldeten Mannschaften und ist im §61 der Spielordnung geregelt.
In den Spielklassen erhalten die Schiris:
Schiedsrichter*in werden ist ganz leicht:
zu den Lehrgängen und zur Anmeldung
Alternativ zu den regulären Neulingslehrgängen gibt es für Schüler*innen die Möglichkeit, am Projekt DFB-Junior-Referee teilzunehmen und darüber die SR-Ausbildung zu absolvieren.
Mit der Einrichtung der „Lob- und Tadelbox“ erhält jeder Schiedsrichter die Möglichkeit, auf direktem Weg zum Badischen Fußballverband mutig Lob oder Tadel zu äußern. Sie ist eine Plattform außerhalb des offiziellen Spielberichtsbogens.
Die Übermittlung von Lob oder Tadel ist per E-Mail an folgende Adresse zu richten: SR-Lob-und-Tadel-Box@badfv.de
Betreff: Lob und Tadel
Die abgesendete Mail wird absolut vertraulich behandelt und erreicht direkt die bfv-Geschäftsleitung. „Wir gehen bewusst den offenen und direkten Weg“, sagt bfv-Präsident Ronny Zimmermann, „um ins Gespräch mit der Schiedsrichterei aber auch über die Vorgänge rund um unsere Fußballspiele zu kommen und diese konsequent und zielorientiert aufzugreifen“.
Unsachliche Kritik oder gar beleidigende Inhalte nimmt der Verband nicht entgegen. Mails dieser Art werden unkommentiert gelöscht.
Für Äußerungen und Probleme innerhalb des Schiedsrichterwesens ist außerdem der Ombudsmann Hans-Jürgen Pohl zuständig.
Auch wenn beim Schiedsrichterwesen als oberste Ausrichtung Transparenz und Qualitätsorientierung im Mittelpunkt stehen muss, so sind sicherlich auch künftig Konflikte nicht auszuschließen. Diese Konflikte sollen im Normalfall innerhalb des Schiedsrichterwesens auch gelöst werden. Für besondere Vertrauensfragen und Probleme, die insbesondere die aktiven Schiedsrichter berühren, hat der Badische Fußballverband eine Position außerhalb des Schiedsrichterwesens als Vertrauensperson, den so genannten Ombudsmann, geschaffen.
Als Ombudsmann für die badischen Schiedsrichter konnte der bfv Hans-Jürgen Pohl gewinnen. Er war jahrzehntelang als Unparteiischer tätig, gehörte zur Vorstandschaft der Kreisschiedsrichtervereinigung Mannheim, ist aktuelle jedoch in keinem Gremium innerhalb des Verbandes und der Kreise mehr tätig. Und somit die richtige, unabhängige Vertrauensperson für unsere aktiven Schiedsrichter.
Hans-Jürgen Pohl steht für vertrauliche Probleme zur Verfügung und garantiert ebenso Vertraulichkeit. Wie erwähnt: Er gehört keinem Gremium an und wird sich, falls erforderlich, nur direkt mit dem Präsidenten in Verbindung setzen. Eines ist ganz wichtig: Die Probleme genießen oberste Vertraulichkeit – allerdings kann bei einer anonymen Übermittlung leider nicht geholfen werden. Erforderlich ist hierzu also schon ein offener, vertrauensvoller Umgang mit dem Ombudsmann.
Mit der Aktion „Danke Schiri.“ werden bundesweit Schiedsrichter*innen geehrt, die nicht nur durch ihre Leistung auf dem Platz überzeugen, sondern auch darüber hinaus Aufgaben und Verantwortung übernehmen, vor allem bei der Gewinnung und Bindung von Nachwuchs für das Schiedsrichterwesen.
Die Auszeichnung wird in drei Kategorien vergeben:
Im Badischen Fußballverband kürt zunächst jeder der neun Fußballkreise in jeder Kategorie einen Sieger, die auf Kreisebene geehrt werden. Alle Sieger erhalten neben der Urkunde und einem Geschenk die Einladung zur Ehrungsveranstaltung des Verbandes ins Medienhaus Röser. Dort werden die von einer Jury gewählten Verbandssieger jeder Kategorie ausgezeichnet.
Der Wettbewerb wird unterstützt von Das Örtliche.
Karlsruhe. Wer als Verein in die Ausbildung neuer Unparteiischer investiert, verschafft sich klare Vorteile. Die seit dem 1. Juli 2025 geltenden neuen Bestimmungen zum Schiedsrichter-Soll setzen auf nachhaltige Neulingsgewinnung, stärkere Berücksichtigung von Jugendmannschaften und erhöhte Bußgelder bei Nichterfüllung des Solls.
Rhein-Neckar. In der VIP-Lounge des SV Sandhausen fand am vergangenen Wochenende der Neulingslehrgang für die Region Rhein-Neckar statt. Über 35 hochmotivierte Neulinge, darunter erfreulich viele junge Teilnehmende, nutzten die Gelegenheit, sich intensiv mit der Schiedsrichterei und dem Regelwerk auseinanderzusetzen.
Odenwald. "Klein aber fein" war das Motto des kürzlich beendeten Neulingslehrgangs im Odenwald. Auch wenn die Teilnehmerzahl mit fünf angehenden Unparteiischen überschaubar war, lag genau darin ein großer Vorteil: Es konnte intensiv und individuell auf jeden Einzelnen eingegangen werden.
Mittelbaden. Einen Neulingslehrgang der besonderen Art erlebten die Teilnehmenden Mitte Januar im Karlsruher Wildparkstadion. Der besondere Veranstaltungsort sorgte für eine motivierende Atmosphäre und bot optimale Bedingungen für eine konzentrierte Ausbildung der angehenden Schiedsrichter.
Karlsruhe. Am vergangenen Wochenende fand in der Sportschule Schöneck ein Lehrgang für den Förderkader sowie für Nachwuchsschiris statt. Teilgenommen haben Unparteiische, die in der Hinrunde bereits Spiele in der Kreisliga geleitet haben und sich nun in der Aufstiegsrunde zur Landesliga befinden.
Odenwald. Zum Ende des Jahres 2025 fanden in den Kreisen Tauberbischofsheim, Buchen und Mosbach die Ehrungsveranstaltungen der Aktion „DANKE SCHIRI.“ statt, bei der die Schiedsrichtervereinigungen (SRVgg) gemeinsam mit „Das Örtliche“ ihre Sieger*innen auszeichneten.