Internationale Wochen gegen Rassismus ab dem 16. März

Gesellschaftliche Verantwortung
13.03.2026
Internationale Wochen gegen Rassismus 2026

Karlsruhe. In der Zeit vom 16. bis zum 29. März 2026 stehen auch in diesem Jahr wieder die Internationalen Wochen gegen Rassismus an. Neben dem Aktionstag #BewegtGegenRassismus am 28. März gibt es viele weitere Möglichkeiten, sich als Verein aktiv zu beteiligen. 

Im Sport ist kein Platz für Rassismus! Daher stehen am Aktionstag #BewegtGegenRassismus am 28. März Sportveranstaltungen für 100 % Menschenwürde im Fokus. Pink gegen Rassismus und die Stiftung gegen Rassismus ermutigen Vereine, selbst Aktionen für die gemeinsame Botschaft zu organisieren. Ob Laufen auf dem Sportplatz, Fortbewegung im Rollstuhl, Fußballangebote oder Spendenläufe, alle Veranstaltungen sind willkommen. Impulse dazu sowie den Veranstaltungskalender zum Eintragen eurer Aktionen findet ihr hier.

Ein klares Zeichen gegen Rassismus setzte der Badische Fußballverband (bfv) mit dem kürzlich durchgeführten „Dialogformat Vielfalt“ im Sinsheimer Dietmar-Hopp-Stadion. Engagierte aus Verband und Vereinen tauschten sich dabei praxisnah darüber aus, wie Rassismus im Sport erkannt, benannt und ihm aktiv entgegengewirkt werden kann. Impulse lieferte unter anderem das vielfach ausgezeichnete Makkabi-Projekt „Zusammen1 – Für das, was uns verbindet“, das Vereine mit Workshops und Bildungsangeboten bei der Präventionsarbeit gegen Diskriminierung unterstützt.

Eine weitere Möglichkeit, ein deutliches Zeichen zu setzen, ist die Teilnahme an der Aktion „Vier Schrauben für Zivilcourage“ der Initiative „Fußballvereine gegen Rechts“. Vereine erhalten ein kostenloses Schild mit der Aufschrift „Kein Platz für Rassismus und Gewalt“ zur Anbringung an ihrem Vereinsgelände bei Bestellung per Mail an Joachim Ecker: gegen-rechts@gmx.net. Dieses Schild soll Spielerinnen und Spieler, Funktionäre und Fans sensibilisieren, fremdenfeindliches, rassistisches Verhalten und Gewalt auf dem Fußballplatz zu unterlassen. Vereine aus allen Bundesländern, aus allen Spielklassen, von der Kreisklasse C bis zur Bundesliga, nehmen bereits an dieser Aktion teil. Mehr Infos unter www.fussballvereine-gegen-rechts.de.

Tipps bei Diskriminierung auf Fußballplätzen gibt es auf FUSSBALL.DE, der DFB stellt außerdem eine Broschüre gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung zum Erkennen von Symbolen und Zeichen bereit. Konkrete Anregungen und Hilfestellungen für Vereine bietet auch das Fair Play-Konzept des Badischen Fußballverbandes. Im Rahmen des DFB-Punktespiels besteht die Möglichkeit, Banner und Poster gegen Rassismus, Diskriminierung und Gewalt auf dem Sportplatz oder im Vereinsheim aufzuhängen sowie das Merkblatt für Schiris in der Schiri-Kabine auszulegen und damit doppelt zu punkten. Alle Infos unter punktespiel.dfb.de.

Bei konkreten (Verdachts-)Fällen können sich Vereine Rat bei ihrem Fußballverband suchen. Im bfv ist Stefan Moritz der Ansprechpartner der Anlaufstelle für Gewalt- und Diskriminierungsvorfälle. Erreichbar ist er unter 0721/40904-52 oder anlaufstelle@badfv.de. Außerdem hat auch das Land Baden-Württemberg mehrere Beratungsstellen, die sich um Beratung, Empowerment, Netzwerkarbeit und Qualifizierung sowie Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung kümmern. Die Antidiskriminierungsstelle des Landes hilft dabei, eine Beratungsstelle in der Nähe zu finden.

„Fußball FAIRbindet Menschen unabhängig von Herkunft, Religion oder Hintergrund. Diese Vielfalt macht unseren Sport aus. Wir setzen uns dafür ein, dass der Fußball für alle ein offener und respektvoller Raum bleibt, und stellen uns entschieden gegen Rassismus sowie jede Form der Diskriminierung. Deshalb unterstützen wir selbstFAIRständlich auch in diesem Jahr die Internationalen Wochen gegen Rassismus und freuen uns, wenn unsere Vereine sich ebenfalls daran beteiligen“, betont Thomas Rößler, Vizepräsident für gesellschaftliche Verantwortung.