Sepp-Herberger-Awards: SG Oftersheim überzeugt mit Resozialisierungsprojekt

Gesellschaftliche Verantwortung
18.03.2026
Sepp-Herberger-Award SG Oftersheim

Große Anerkennung für die SG Oftersheim aus dem Fußballkreis Mannheim: Sie belegte bei der Verleihung der Sepp-Herberger-Awards 2026 Platz 3 in der Kategorie „Resozialisierung“. Damit verbunden ist ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Auszeichnung am Montagabend in der VW-Autostadt in Wolfsburg standen erneut Projekte, die weit über den Sport hinauswirken. „Inklusion, Resozialisierung, das Zusammenspiel mit Schulen und die Fürsorge für diejenigen, die Hilfe benötigen, das liegt uns allen in der Fußballfamilie am Herzen. Von der Basis bis zur Spitze. Die Preisträger sind leuchtende Beispiele dafür. Sie bestätigen, dass Fußball eben tatsächlich mehr ist als ein 1:0”, sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf. Neben Neuendorf begleiteten die Staatsministerin für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt, Dr. Christiane Schenderlein, Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, Trainerlegende Otto Rehhagel, Nationalspielerin Janina Minge, TV-Moderatorin Monica Lierhaus und weitere prominente Gäste die Veranstaltung. 

Mit ihrem Resozialisierungsprojekt überzeugte die SG Oftersheim die Jury durch einen ganzheitlichen Ansatz: Menschen mit gerichtlichen Auflagen erhalten im Verein eine strukturierte, sinnstiftende Tätigkeit und werden aktiv in das Vereinsleben integriert. Ziel ist es, neben der Erfüllung von Sozialstunden vor allem Perspektiven zu schaffen und soziale Teilhabe zu ermöglichen. Die Teilnehmenden übernehmen je nach Fähigkeiten und Interessen vielfältige Aufgaben: von der Pflege des Vereinsgeländes über Renovierungsarbeiten bis hin zur Unterstützung bei Veranstaltungen oder im Trainingsbetrieb. Durch feste Abläufe, konkrete Zielvereinbarungen und die Einbindung in die „Vereinsfamilie“ entsteht eine nachhaltige soziale Integration. Immer wieder bleiben Teilnehmende auch nach Abschluss ihrer Auflagen dem Verein erhalten und engagieren sich ehrenamtlich weiter. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Bezirksverein Mannheim umgesetzt, der dem Verein entsprechende Teilnehmer auf Grundlage gerichtlicher Beschlüsse zuweist. 

SGO-Jugendleiter Dimitrios Chrisafis und sein Stellvertreter Christopher Paul zogen nach der Preisverleihung ein positives Fazit: „Die Auszeichnung ist eine tolle Bestätigung für unser Engagement der vergangenen Jahre. Sie motiviert uns, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen und noch mehr Menschen eine echte Perspektive zu bieten.“ Mit der Förderung in Höhe von 5.000 Euro durch die DFB-Stiftung Sepp Herberger möchte die SG Oftersheim ihr Projekt weiter ausbauen und langfristig sichern. Geplant sind unter anderem Investitionen in Materialien, Werkzeuge und organisatorische Strukturen, um noch mehr Maßnahmen umsetzen zu können.
 

Die Preisträger 2026 im Überblick

Handicap-Fußball

  • DJK Sportfreunde Datteln 2018 (Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen)
  • SV Eichede von 1947 (Schleswig-Holsteinischer Fußballverband)
  • FC Forstern (Bayerischer Fußball-Verband)

Resozialisierung

  • Bayer 04 Leverkusen (Fußball-Verband Mittelrhein)
  • JVA Butzbach (Hessischer Fußball-Verband)
  • SG Oftersheim (Badischer Fußballverband)

Schule und Verein

  • Kickers JuS 03 (Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern)
  • FC Heidenheim 1846 (Württembergischer Fußballverband)
  • VfL Bückeburg von 1912 (Niedersächsischer Fußballverband)

Sozialwerk / Horst-Eckel-Preis

  • VAR/Traditionsgemeinschaft des Fußballsports Berlin (Berliner Fußball-Verband)

Fußball-Stiftung

  • Philipp Lahm-Stiftung