Der SV Waldhof Mannheim erfüllte seine Pflichtaufgabe im Endspiel des bfv-Rothaus-Pokals 2025/26 im Stadtderby und besiegte den VfR Mannheim mit 3:0 (1:0). Neben dem ersten Pokaltriumph seit 2022 sicherten sich die „Buwe“ damit auch das Ticket für die erste Runde im DFB-Pokal 2026/27.
Bestes Fußballwetter und tolle Stimmung: Trotz der frühen Anstoßzeit um 11.30 Uhr strömten 16.951 Zuschauer ins Mannheimer Carl-Benz-Stadion. Im Stadtderby trafen der VfR Mannheim und der SV Waldhof Mannheim aufeinander. Auch in diesem Jahr gab es zum Finaltag der Amateure eine Sonderedition des DERBYSTAR-Spielballs in den Farben der Deutschlandflagge und auch die für das letztjährige Jubiläum eigens produzierte stimmungsvolle Einlaufhymne.
Vor dem Anpfiff beteiligten sich beide Teams gemeinsam an der Aktion „Herzsicher“, eine Initiative der Björn Steiger Stiftung, der Deutschen Herzstiftung, des DFB und seiner Landesverbände, die deutschlandweit den Fokus auf das Thema Herzgesundheit lenkt. Der VfR startete mutig in die Partie und Trainer Marcel Abele bescheinigte seiner Mannschaft eine „kämpferische Top-Leistung“. Mitte der ersten Hälfte brach Terrence Boyd allerdings den Bann und brachte den Favoriten SVW mit einem Traumtor mit 1:0 in Führung (22.). In der Halbzeit nahmen sich die VfRler laut Coach Abele vor, „nochmal alles reinzuwerfen“. Das klappte auch bis zum 0:2 in der 71. Minute durch Lovis Frederik Bierschenk. In diesem Treffer sahen beide Trainer nach dem Spiel die Entscheidung. Der Anschluss blieb dem VfR verwehrt, stattdessen erzielte Julian Rieckmann kurz vor Schluss den 3:0-Endstand (86.). Der scheidende Waldhof-Trainer Luc Holtz lobte den ambitionierten Oberligisten dafür, dass er seinem Team alles abverlangte. „Man soll gehen, wenn es am schönsten ist. Ich habe hier eine tolle Saison erlebt und möchte allen Beteiligten dafür danken“, erklärte Holtz zu seinem Abschied auf der Pressekonferenz.
In der ersten Runde des DFB-Pokals, für den sich der Waldhof mit dem heutigen Sieg im bfv-Rothaus-Pokal qualifizierte, wird also ein neuer Coach auf der Bank Platz nehmen. Gegen wen die „Buwe“ dann antreten, entscheidet sich am 6. Juni ermittelt, wenn die Auslosung im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund stattfindet. Ausgetragen wird die 1. Runde vom 21. bis zum 24. August sowie für die beiden Supercup-Teilnehmer am 1./2. September. Für die Teilnahme am DFB-Pokal winkt eine satte Prämie. In der aktuellen Pokalsaison wurde der Einzug in die erste Runde mit über 200.000 Euro pro Club belohnt.
Der VfR konnte zwar kein Ticket für den DFB-Pokal lösen, darf sich aufgrund des feststehenden 2. Platzes in der Oberliga BW aber auf die Aufstiegsspiele in die Regionalliga Südwest freuen. Auf die Frage, ob er aus der heutigen Partie gegen einen zwei Klassen höher spielenden Gegner etwas mitnehmen könnte, antwortete Abele: „auf jeden Fall Vertrauen in die eigene Stärke.“
Siegerehrung: Mannschaften, Schiris und „Man oft he Match“ ausgezeichnet
Die Siegerehrung nach dem Finale im bfv-Rothaus-Pokalfinale nahm bfv-Vizepräsident Andreas Pitz mit Dennis Kaster von der Badischen Staatsbrauerei Rothaus und Mannheims Oberbürgermeister Dr. Christian Specht vor. Die Jungs vom VfR erhielten Silbermedaillen und einen Gutschein über 50 Liter Freibier von Rothaus. Außerdem erwartet sie eine hohe Prämie, denn wie immer wird eine Solidarsumme aus der 1. DFB-Runde im bfv-Rothaus-Pokal bis zum Achtelfinale verteilt. Die glücklichen Sieger vom Waldhof freuten sich über 100 Liter Rothaus-Bier, ihre Goldmedaillen und den Pokal, den sie unter blauem Konfetti-Regen in der Mannheimer Mittagssonne freudestrahlend in die Höhe reckten.
Das Schiedsrichtergespann Niklas Diehm, Philipp Hofheinz, Haris Kresser, und Roy Dingler erhielten für ihre souveräne Finalleitung ein kleines Andenken. In diesem Jahr präsentierte LOTTO Baden-Württemberg in allen drei BW-Endspielen den „Man of the Match“. Im Mannheimer Stadtderby wählten die Fan Terrence Boyd vom SV Waldhof Mannheim, der von Pierre-Enric Steiger, Präsident der Björn Steiger Stiftung, seine Trophäe überreicht bekam und von den Fans frenetisch gefeiert wurde.